Da ich mich in Anbetracht des wunderbaren Regenwetters und meiner anhaltenden Erkältung beschlossen habe die eine Stunde unnützen Unterrichts (日本の生活 - Leben in Japan) zu schwänzen, dachte ich, ich nutz die Zeit mal für einen neuen Blogeintrag und schreib mal ein paar allgemeine Informationen wer ich eigentlich bin und was ich überhaupt in Japan mache.
Also...Ich bin Gesche, moin.
Seit ca. 3 Jahren studiere ich Regionalwissenschaften Japan in Bonn. Anfang letzten Jahres hab ich mich für einen uniinternen Austausch nach Japan beworben. Zur Auswahl standen dabei diverse Plätze an zwei Universitäten in Tokyo, einer in Kagoshima und Kumamoto und 5 Plätze an der Universität in Shizuoka 静岡. Auf letztere habe ich mich mit einer Forschungsarbeit über die lokale Zeitung hier beworben und auch wirklich einen Platz bekommen.
Deswegen bin ich jetzt seit Ende September in Japan und seit etwas mehr als 2 Monaten in Shizuoka.
Das Unileben ist eher unspektakulär. Nach dem Einstufungstest im Oktober bin ich in Kurs 3 von 5 gekommen (gutes Mittelfeld ; ). Pro Woche habe ich nur drei mal Japanischunterricht; einen Kurs in dem über allen möglichen Kram geredet werden kann (auf japanisch) sowie oben erwähnten Leben-in-Japan-Unterricht (auf englisch).
Zusätzlich habe ich noch eine Vorlesung über Politik und ein Politik-Seminar. Die sind eigentlich schon interessanter, auch wenn ich eher wenig versteh. Der Lehrer dieser beiden Veranstaltungen ist mein Betreuungslehrer und bemüht sich auch richtig um mich, z.b. krieg ich eine kurze Zusammenfassung der Vorlesung und im Seminar habe ich das Buch über das diskutiert wird auf englisch bekommen (Jeffrey D. Sachs: The End of Poverty).
Ansonsten mach ich "aus Spaß" noch einen Französischkurs am Montag.
Ich hab mich bei der Stundenplanzusammenstellung leider nicht allzu geschickt angestellt und deswegen jeden Tag Unterricht. Oftmals nur für 1 1/2 Stunden. Bei einem Anfahrtsweg mit dem Fahrrad von ca. 30 min. ist meine Motivation für die Uni oftmals nicht allzu groß ; )
Die meisten Studenten wohnen in Wohnheim nah bei der Uni. Die Uni liegt ein wenig außerhalb auf einem der umgebenden Berge. Die Gebäude sind mittelmäßig hübsch, aber man hat eine tolle Aussicht von da oben. Die ausländischen Studenten wohnen in einem Wohnheim relativ zentral in der Stadt. Zum einkaufen und weggehen ist das praktisch, dafür hat man's recht weit zur Uni.
Es fährt zwar auch ein Bus, aber der ist zum einen relativ teuer und braucht gut eine Stunde zur Uni, deswegen fahr ich meist mit dem Fahrrad.
So, jetzt noch ein paar Bilder und dann reichts auch erstmal für heute : )
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